Klimaschutz ist Kinderschutz – was die COP 30 den Kindern von morgen schuldet

Wenn wir heute über Klimaschutz sprechen, sprechen wir über die Zukunft unserer Kinder. Kinder, die heute geboren werden, werden mit hoher Wahrscheinlichkeit das Jahr 2100 erleben – und damit die Folgen unserer heutigen Entscheidungen.

Die Fakten sind eindeutig: Die CO₂-Konzentration ist von 280 ppm auf rund 420 ppm gestiegen und wächst weiter. Auch die COP 30 in Belém blieb hinter dem Notwendigen zurück: kein verbindlicher Ausstieg aus fossilen Energien, keine klaren Reduktionspfade. Gleichzeitig hat sich die globale Temperatur bereits um rund 1,2 °C erhöht, die Ozeane erwärmen sich weiter und treiben den Meeresspiegelanstieg an.

Was heißt das konkret für Kinder?

An der amerikanischen Ostküste droht bis 2100 ein Meeresspiegelanstieg von 0,6 bis über 1 Meter. Städte erleben bereits heute regelmäßige Überflutungen. Kinder wachsen dort in einer Welt zunehmender Unsicherheit auf.

In heißen Regionen Afrikas könnten bei einer Erwärmung von 2–3 °C regelmäßig Temperaturen von über 45 °C auftreten. Ab bestimmten Hitzewerten wird menschliches Leben dauerhaft gefährdet – ganze Regionen drohen unbewohnbar zu werden.

In Bangladesch, einem der am stärksten gefährdeten Länder, könnten bis 2100 10–20 % der Landesfläche verloren gehen. Millionen Kinder wären von Überschwemmungen, Trinkwassermangel und Vertreibung betroffen – obwohl sie kaum zur Klimakrise beigetragen haben.

Gleichzeitig wächst Hoffnung: Der Ausbau von Solar- und Windenergie verläuft exponentiell. Die globale Photovoltaikleistung hat sich seit 2010 vervielfacht, erneuerbare Energien sind vielerorts bereits die günstigste Stromquelle. Der Weg ist technisch und wirtschaftlich möglich – doch das Tempo reicht noch nicht.

Klimaschutz ist Kinderschutz.
Die COP 30 schuldet den Kindern von morgen mehr als Absichtserklärungen: Verbindlichkeit, Geschwindigkeit und viel mehr Mut.

Nicht später.
Jetzt.